Mother Of Freaks

By Ray Bonici

Musik Express, April 1980


Den CIA nannte er öffentlich den größten LSD-Dealer aller Zeiten und feuerte Musiker, wenn sie Drogen nahmen. Sein Leben lang ein Freak, verachtete und verhöhnte Frank Zappa das Hippietum und gilt außerdem als einer der härtesten Arbeitgeber im Rock‘n'Roll-Geschäft. In seiner genialen Komplexität bietet Frank Zappa natürlich genügend Stoff für eine zehnteilige Special Story. Wir haben uns darum in unserer Geschichte auf Dinge konzentriert, die sich zu Beginn seiner Karriere und auch schon vorher abgespielt haben, und bekanntere Ereignisse aus der Neuzeit in geraffter Form dargestellt. Also: freak out...

„Musik ist am besten. Dort passiert die meiste Action. Für mich ist Musik die positive Sache, und alles andere ist etwas, was man im Zusammenhang damit tolerieren muss“.

Frank Zappa fasst jenes soziale Phänomen, dass er wohl am besten kennt und am meisten liebt zusammen. Seine Karriere wird beschrieben als die eines versierten Gitarristen, Drummers, Producers, Jazzers, Sängers, als die eines Dirigenten klassischer Orchester, eines Filmemachers, und sogar unter anderem als die eines Komödianten, sein Ziel aber war es, genau wie seine Idole Varese, Strawinsky oder Howlin’ Wolf, ein Komponist zu sein. Und das im strikt klassischen Sinne: Klassik verbunden mit Rock, einfachstem Rock, Funk, Jazz, R&B, Jazz, Reggae, Disco oder was immer er gerade spielt – er ist immer der Komponist.

„Ich war immer Komponist, und meine Fähigkeit, gewisse musikalische Grundbausteine benutzen zu können, macht mich nicht zu Exponenten irgendeiner Musikrichtung. Alle Grundbausteine sind nichts als Material für mich als Komponisten“. In dem Gebiet, in dem er seit über zwanzig Jahren arbeitet, ist er mit Sicherheit der Beste und auch Originellste, aber eigentlich auch der ohne „kommerzielles Potential“. Seine satirischen und parodistischen Inhalte sind ansprechend, man könnte sagen, dies sei die Kunst des Komponierens mit einem gewissen Sinn für Humor. Zappa selber sagte einmal „Was auch immer dir gefällt, braucht nicht auch mir zu gefallen – oder was immer du für toll hälst, kann für mich absoluter Mist sein oder umgedreht“.

Jedes seiner Alben scheint voneinander unterschieden zu sein, obwohl alle eine gewisse „konzeptuelle Kontinuität“ zu eigen haben; frag nicht, was das ist! Oft wurde er als merkwürdiger Mensch beschrieben, und zwar in dem Sinne, dass er jemand sei, der zuhause stundenlang am Klavier sitzen und komponieren würde, oder wichtige Notizen auf riesige Papierbögen schreiben würde, um danach ins Bett zu gehen. Er trifft sich fast nie mit anderen Musikern, da ihm deren Lebensstil nicht zusagt. Er ist massiver Gegner von Drogen (schon öfter feuerte er deswegen Musiker) und tut auch sonst Dinge, die man vom durchschnittlichen Rockstar nicht erwarten würde. „Ich bin extrem exzentrisch, weil ich normal bin. Genau das ist das merkwürdigste, was man heutzutage sein kann“. Dieses, zusammengenommen mit der Klarheit seiner Aussagen verschiedene Fakten betreffend und seinem Sinn für Humor und Zynismus, führte dazu, dass vor allem Journalisten sich von ihm des öfteren brüskiert vorkamen. So kam es, dass seine Person oft als lächerlich oder als Bedrohung der Gesellschaft dargestellt wurde, und das einfach nur deswegen, weil er Dinge anders sieht als der betreffende Betrachter.

„Nur wenige Leute kennen meine Arbeit wirklich, der Rest kennt meinen Namen, kennt das Poster von mir wo ich auf dem Klo sitze und weiß daher, wie ich aussehe; und weil meine Ideen irgendwie anders aussehen als die anderer Leute, denkt man, ich sei eine Bedrohung ihrer Gesellschaftsordnung, ein eigentümlicher Mensch, eine Dreckschleuder, oder was immer ihre Vorstellung von dem, was ich mache, ist – in Wirklichkeit bin ich aber nichts anderes als ein Komponist“.

Falls man es doch nicht gemerkt hat: Zappa ist der Top-Zyniker, und er macht seine Sache gut. „Zyniker zu werden ist die logische Konsequenz der modernen Gesellschaft. Es ist eine positive Sache. Viele Leute finden das nicht, weil sie Angst vor Zynikern haben. Sie wollen nicht hören, dass jemand die Dinge, an die sie glauben, für Quatsch hält“.

Francis Vincent Zappa Jr. (der Senior war sein Vater) wurde geboren am 21. Dezember 1940 in Baltimore, Maryland. Sein Name kommt aus dem Griechischen, hat aber auch etwas Arabisches und Französisches. Sein verstorbener Vater, er arbeitete als College-Lehrer für Geschichte, war Sizilianer. Seine Mutter Rosemarie ist Griechin. Er war das älteste von vier Kindern.

Die katholischen Zappas gingen Anfang der fünfziger nach Kalifornien, um dort eine bessere Zukunft zu suchen. Im Mohave Desert besuchte Frank die Antelope Valley High School, die er 1958 abschloss. Dort spielte er die Marsch-trommel im Musikzug der Schule. Franks Vater spielte Gitarre, und Frank fand scheinbar Interesse daran, aber sein Geschmack war zu der Zeit so auf Rock‘n‘Roll ausgerichtet wie heute. Er sagte einmal: „Ich wollte gerne Schlagzeug spielen, so besorgte ich mir ein paar Drumsticks und trommelte so lange wie wild auf den Möbeln herum, bis meine Eltern aufgaben und mir ein Snare Drum schenkten. Damals hatte ich aber noch nie R&B gehört und interessierte mich hauptsächlich für Orchestermusik“.

Er verwies auf Sacco und Vanzetti; später entdeckte er dann Varese und Strawinsky. Dann hörte er R&B und es gefiel ihm. Zu jener Zeit war die Gitarre noch nicht das Hauptinstrument, sondern das Saxophon. Als er dann später Gitarren hörte, fand er das sehr interessant. Zunächst war er immer noch Drummer, als er in San Diego in einer Band mitspielte, den ‚Ramblers‘. In Lancaster formierte er dann seine erste Acht-Mann-Band, die ‚Blackouts‘, immer noch als Drummer. Die klangen damals so, wie eine R&B Band zu der Zeit wohl klingen musste, aber immerhin brachten sie die Leute gut auf die Füße, als sie einmal im Vorprogramm von „Earl Bostic“ spielten.

Ein Jahr später war’s mit den Blackouts zu ende, er heiratete seine Frau Kay, eine Verbindung, die fünf Jahre hielt. Außerdem sattelte er um: von Drums auf die Gitarre. „Die Gitarrensoli von Johnny Guitar Watson auf ‚Three Hours Past Midnight‘ und von Guitar Slim auf ‚Story Of My Life‘ ließen mich aggressiv werden. Ich wollte nur noch einen Eispickel nehmen und damit durch die Nachbarschaft ziehen“. Das Saxophon hielt er für ziemlich limitiert einsetzbar, nicht so aber die Gitarre.

In Ontario hatte er eine Garagenband. Frank, damals 21, bekam seine erste Chance, als er die Filmmusik für einen 90.000 Dollar B-Film namens ‚The Worlds Greatest Sinner‘ schreiben sollte. Die Musik wurde gespielt von den 55 Mitgliedern des Pomona Valley Symphony Orchestra, einem zwanzig-köpfigen Kammerorchester und acht Rock’n Rollern. Die Filmmusik war insofern auch außergewöhnlich, sie benutzte Musiken jeder Art.

Nebenbei verdiente Frank sich noch etwas Geld, indem er im PAL Studio in Cucamonga Werbespots für Radio und Fernsehen schrieb, aber auch „ernsthafte“ Arbeiten für Streichquartette, Kammerorchester und auch elektronische Musik. Ein Jahr später, immer noch ohne professionelle Band, machte er die Filmmusik für einen billigen Western, „Run Home Slow“.

Mochte FZ denn die Filme, für die er Musik schrieb? „Nein, die waren nur witzig, aber bis dahin hatte ich keine andere Möglichkeit, meine Musik spielen zu lassen, denn ich hatte keine Band“. Er wollte seine Musik hören, seine Fähigkeiten, Musik für Symphonieorchester schreiben zu können hat er sich selbst beigebracht. „Ich hatte die beste Ausbildung, die man kriegen kann. Ich ging einfach in Bücherhallen und es kostete mich keinen Pfennig“. Er studierte allerdings auch Harmonielehre in der High School.

Er trat in der Steve Allan TV-Show auf, um dort ‚Cyclophonie‘ aufzuführen. „Cyclophonie“ ist die Kunst, ein Fahrrad zu spielen.  „Man spielt es, indem man die Speichen zupft und durch die Lenkstange blasst“, sagte Zappa, der bereits zu der Zeit jenen bekannten Kinnbart trug, der ihm bei Johnny Otis so gut gefallen hatten. Vom Honorar für ‚Run home slow‘ kaufte FZ sich eine elektrische Gitarre und ein altes 1000-Dollar 5-Spur-Studio, das er auf Raten abzahlte. Dieses Studio nannte er ‚Studio Z‘. In Cucamonga nahm er für 13‚50 Dollar damit Bands auf, darunter auch die Don van Vliets, den Frank dann später in Captain Beefheart umbenannte, als sie zusammen in einer Band namens ‚The Soots‘ spielten. Die Band wurde nie bekannt, aber Klassiker wie ‚Anyway the wind blows‘, eine Instrumentalfassung von ‚Take your clothes off when you dance‘, und ‚Slippin & Slidin‘, mit Beelhearts Gesang, wurden aufgenommen, wobei die letzte Nummer von Dot Records mit der Begründung abgelehnt wurde, das die Gitarre Verstimmt sei!

Anderes Material aus dem Studio Z, in dessen Räumen sich heute eine Boutique befindet, wurde von Zappa für seinen legendären Plan eines 10-LP-Sets zur Veröffentlichung angekündigt: manche der alten Songs erschienen allerdings schon auf dem Bootleg ‚Metal Man has Hornet Wings‘, das man im allgemeinen für das offizielle Zappa-Bootleg hält. Man findet darauf frühes Mothers-Material, etwas Beefheart sowie einige unveröffentlichte Singles. In jenem 3-Zimrner-Studio lebte Frank zusammen mit zwei Mädchen und Jim ,Motorhead’ Sherwood, der später als Roadie und Saxophonist bei den Mothers einsteigen sollte.

In Zappas Studio folgte schon bald eine Razzia, bei der Zappa unter dem Verdacht pornographisches Material zu produzieren und mutmaßlicher sexueller Perversion verhaftet wurde. Zu dieser Razzia kam es dank Sgt. Jim Willis, einem Zivilpolizisten, der, als Gebrauchtwarenhändler verkleidet, Zappa dazu brachte, ihm ein Tape vorzuspielen, auf dem sich schlüpfrige Dialoge zwischen ihm und Lorraine befanden. Mit dem Geld, dass er mit der Zappa/Ray Collins-Komposition ‚Memories of El Monte’ verdient hatte, holte er Lorraine (und sich) wieder aus der Haft.

Aufgrund seiner Verurteilung gelang es ihm dann später, den Wehrdienst zu verweigern. Zufällig trägt Zappas neueste Single ja auch den Titel ‚I don‘t want to be drafted‘. Von diesem Moment an ist alles Geschichte: es kam die Mother Mania. 1964 stieg Zappa auf Einladung von Ray Collins in eine R&B Band namens ‚The Soul Giants‘ ein. Er benannte diese Band um, zunächst in ‚The Muthers‘, und später, da gerade Muttertag war, in ‚The Mothers‘. Das ‚of lnvention‘ steuerte die Firma MGM bei, denn dort hielt man ‚Mothers‘ für zu provokant. Die Band bestand aus Ray Collins/Vocals, dem Indianer Jimmy Carl Black an den Drums, Roy Estrada/Bass (jetzt gelegentlich bei Beefheart, anfangs bei Little Feat), Elliott Ingber/Gitarre (später bei Beefheart) und Dave Coronado am Sax, der die Band aber sofort verließ, als ihm Zappas Pläne klar wurden.

Als Herb Cohen ihr Manager wurde, gelang es diesem, sie zur Hausband im “Whiskey" zu machen. Tom Wilson, Produzent für Bob Dylan und Velvet Underground, sah sie dort, mochte ihr Stück ‚Trouble Everyday‘ (später auf ‚Roxy & Elsewhere‘ enthalten), und nahm sie sofort für Verve unter Vertrag zwecks Aufnahme des Tracks als Single. Das war 1966. Und wo man nun schon einmal im Studio war, so entschied Wilson, konnte man auch gleich eine LP aufnehmen. Es entstand das erste Rock-Doppelalbum, Konzeptalbum, die erste Rock-Oper‚ FREAK OUT.

Wie kamen die Mothers als neue Band zu dieser Riesenchance? „Das kam ganz zufällig, denn der Typ von der Plattenfirma hatte uns ganze 5 Minuten gesehen und meinte dann ‚OK, das reicht, eine weiße Blues Band, hier ist der Vertrag'. Der Vertrag beinhaltete auch die Zahlung einer Wahnsinnssumme von 2500 Dollar an uns. Daraufhin gingen wir ins Studio und nahmen unser erstes Stück ‚Anyway the Wind blows' auf, dann als nächstes ‚Who are the Brain Police?‘, und das war der Moment, in dem Wilson ans Telefon stürzte, in New York anrief und meinte, ‚Ah, ihr werdet‘s nicht glauben, aber. . .‘, und es gab für ihn noch so einige Überraschungen am ersten Aufnahmetag“.

Zappa um zu jener Zeit ein echter Bühnenstürmer, besonders zu merken auf Stücken wie ‚Wowie Zowie‘ (This is to such 12 Year olds into our camps); „Help I’m a rock“ war Elvis gewidmet, andere Parodien wie z.B. ‚Hungry Freaks‘ enthielten „keine bestimmte Botschaft". Es war der Beginn der Freak-Ära, und es erschien zu der Zeit auch das offizielle Magazin der Mothers, ‚Freak Out' betitelt.

Freaking Out ist ein Prozess, in dem das Individuum altmodische und einschränkende Denkmodelle, soziale Etikette und auch Kleidungsvorschriften hinter sich lässt, um dadurch dann seine Kreativität, seine Beziehung zur unmittelbaren Umgebung und der sozialen Struktur als Ganzem ausdrücken zu können“. Auf der Bühne waren die Mothers sehr unkonventionell und zügellos, oftmals beschimpften sie ihr Publikum während andere Bands zu der Zeit Liebe predigten Sie trugen Gasmasken und verstümmelten Puppen auf der Bühne. Auch heute passieren bei Zappa noch ähnliche Sachen, aber nicht mehr mit einer derartigen Zügellosigkeit. Kritiker schrieben damals: „Wenn man die Beatles schon schlimm fand und bei Sonny & Cher zusammenzucken musste – das war noch gar nichts. Diese Typen klingen nicht nur schrecklich, sie sehen auch so aus, riechen so und sind absolut dreckig".

Natürlich verstanden diese Kritiker kein Wort. All diese Dinge waren nur ein Teil der Parodie aller möglicher Sachen. Die Gruppe und ihr Album waren ein dankbares Ziel, aber stoppen konnte die Mothers nichts! „Die Abscheulichkeit der Dinge, die ich tue, verhält sich normalerweise genau proportional zu den Dingen, die gerade passieren. Als wir als Mothers das erste Mal tourten, war die meiste andere Musik zu der Zeit ziemlich eintönig‚  es gab im R&R kaum etwas Showhaftes, kaum Theater, und so fielen wir auf. Heute ist das alles anders. Heute hat jedermann Rauchbomben und Boas, und alle Leute denken, das wäre komisch“. Er lacht. Die Musik war organisiert und diszipliniert, so wie Zappa auch heute noch ist. „Die Musik war absolut frei, absolut unbeeinflusst von der kulturellen Unterdrückung in Amerika. Wir versuchten systematisch aufzuräumen mit allem Ballast. Den unsere Erziehung aufgetürmt hatte um sicherzugehen, dass keine echte Kreativität zum Massenpublikum durchdringt“. Ebenfalls waren sie prädestiniert, sämtliche in Musiklehrbüchern aufgestellten Gesetze über den Haufen zu werfen. Außerdem gab Zappa auch merkwürdige Instruktionen, wie man das Album hören sollte – mit Seite 4 anfangen zum Beispiel.

Mit verschiedenen Wechseln in der Besetzung der Mothers wurde klar, dass Zappa das Kommando hatte und es seine Musik war, die gespielt wurde. Mit diesem Problem hatte Zappa ab dann bei jeder neuen LP zu kämpfen. . . auch heute noch. Musiker, die diese Zügellosigkeiten auf der Bühne bringen sollten, mussten andererseits genau und diszipliniert sein, sonst wurden sie gefeuert. Elliott lngber ging und gründete ‚Fraternity of Man“, für ihn kam Don Preston an den Keyboards, Bunk Gardner am Sax und Billy Mundi am Drums, während Jimmy Carl Black auf Congas und Trompete umsattelte; außerdem kam noch der alte Freund ‚Motorhead‘ Sherwood am Sax und als Roadie. Und alle produzierten Merkwürdigkeiten.

Der Grund. warum ich so starke Betonung auf ‚FREAK OUT‘ lege, ist der, dass es Zappa bestverkauftes Album war, bis im letzten Jahr ‚SHEIK YERBOUTI‘ erschien. Eben ein sogenannter Dauerbrenner.

Mit der neuen Besetzung wurde dann ‚ABSOLUTELY FREE‘ aufgenommen. ‚ABSOLUTELY FREE‘, größtenteils eine Parodie des ‚American Way of life and sexual Fantasies’, war außerdem das erste Album einer Rockband, auf dem es erfolgreich gelang, R&R mit seriöser Musik im Stile von Varese und Strawinsky zu verschmelzen.

Ende 1966 hatten die Mothers genug von LA und gingen nach New York City (Zappa schwört noch immer auf sein dortiges Publikum) um dort ein halbes Jahr lang im Garrick Theatre mit einer Show aufzutreten, die zuerst ‚Pigs and Repungent‘, später ‚Absolutely Freee‘ betitelt wurde; man spielte sechs Tage in der Woche zwei Shows pro Tag. Es war sehr theatralisch und auch sehr schockierend. Bei einem Auftritt sprach Zappa zu Soldaten, die gerade aus Vietnam zurück waren, „Hier habt ihr einen Gelben, Leute. Zeigt uns, wie wir Amerikaner einen Gelben zu behandeln haben“, worauf er ihnen eine Puppe übergab, die sie daraufhin in Fetzen rissen.

Warum tat Zappa solche Dinge? Nun, wie schon früher, wollte er dem Publikum zeigen, dass die Banalitäten des Krieges nur andere Probleme verdeckten würden. Er gab ihnen die Fakten, Live! Andere Absurditäten auf der Bühne waren unter anderem die Examinierung von Obst und Gemüse sowie Parodien über Elvis und die Supremes. Auch die Zuhörerschaften rekrutierten sich aus dem Underground.

FZ kritisierte Hippies, die San Francisco Szene, Drogen, Polizei und all das, was unter dem Banner ‚Flower Power‘ lief. Mit seinem langen Haar sah Zappa zwar aus wie der typische Pot rauchende Hippie, aber gewesen ist er das nie. Er drückte sich einfach aus: „Ich war immer ein Freak, aber nie ein Hippie“.

„Hippies weigerten sich, meine Platten zu kaufen, denn man erinnerte sich an ‚WE'RE ONLY IN IT FOR THE MONEY‘, dessen Hauptaussage ja ‚Flower Power sucks‘ war. Sowas kannst du keinem ewigen Hippie erzählen und gleichzeitig von ihm akzeptiert werden wollen, denn er hat viel zu viel damit zu tun, Blumen in Gewehrläufe zu stecken. Insofern hatten die Hippies mit dem Erfolg der Gruppe wenig zu tun. Die meisten meiner Platten wurden gekauft von Mittelklässlern, meist jüdischen Jungs aus den Vororten, mit kurzem Haar und so im Alter zwischen 15 und 18“.

Was hatte er denn über die Hippies gesagt? „Ich sprach auf der Platte von ihren Eltern und ihren Kindern, die mit Lumpen um den Kopf zur Schule gehen, Läuse haben, und nach San Francisco ziehen. Jeder kriegt auf meinen Alben etwas ab, ich habe ein gutes Auge für Modetrends!“

Zappa riskierte, sich mit solchen Reden ins Abseits zu stellen, aber er kannte die Zukunft schon zu gut. Stücke wie ‚Flower Punk“ wurden zur Melodie von ‚Hey Joe‘ vorgetragen und das Stück ‚The Chrome Plated Megaphone of Destiny‘ handelte von für Japaner vorgesehene Konzentrationslager, in denen jetzt Hippies hausten.

.MONEY‘ war auch das Erste der von Zappa produzierten Alben unter dem Bizarre Productions Banner, jenem Label, dass er mit Manager Herb Cohen zusammen gegründet hatte. Vor der Fertigstellung von ‚MONEY' hatten die Mother ihre erste Attacke auf London geführt, wo sie in der Royal Albert Hall mit 10 Mitgliedern des London Philharmonic Orchestra auftreten und auf der großen Orgel der Halle ‚Louie Louie‘ spielten. Ganz Britannien war geschockt und nahm den Mothers übel; sie kamen wegen ‚Obszönität' auf die schwarze Liste der Albert Hall. ‚MONEY' wurde kurz nach ihrer Rückkehr in die Staaten vollendet und ist genauso ein Klassiker wie Sgt. Pepper, seine Vorlage. Es war nicht nur eine Parodie jener Beatles- LP, sondern eine offene Subversion der Vorlage, indem es die Psychedelia ihrer Bedeutung beraubte. Der Designer Cal Schenkel war von hier an berühmt. Im selben Jahr heiratete Zappa Geil Sloatman, die er auf späteren Alben ‚My Pumpkin' nannte. Frank Zappa hat vier Kinder: Dweezil, Ahmet Rodan, Moon Unit und Diva.

Bevor die Mothers nach New York gingen, boten Capitol Records, wo man gehört hatte, dass Zappa auch Filmmusiken schreiben würde, ihm an, ein Orchester-Album für sie zu machen. Er sagte ja und es entstand noch 1966 ‘LUMPY GRAVY’, Zappas erstes Solowerk.

Die LP bestand zur Hauptsache aus Orchestermusik, gespielt von dem vierzigköpfigen ‘Abnuceals Emuukha Electric Symphony Orchestra‘ und einigen Mothers. Man fand Venturesartige Gitarren, Schnaufgeräusche, Dialoge über Themen wie ‚Leben in einer Trommel' und ‚Schweine mit Flügeln‘ auf der Platte. Von Varese’s ‚HYPERPRISMS' war es nicht weit entfernt. Nach Kappa ist es „ein kurios inkonsistentes Stück, welches eigentlich ein Ballett werden sollte, aber es irgendwie nicht schaffte". In dem Stück fragt er: „Ist die Phase 2 von WE’RE ONLY IN IT FOR THE MONEY?". Vielleicht war es das.

im September verließ Billy Mundi die Band und wurde ersetzt durch Art Tripp III. In dieser Besetzung entstanden die nächsten vier Alben. Zwischen Oktober 67 und Februar 68 arbeitete Zappa an zwei Alben gleichzeitig. ‚CRUISING WITH RUBEN & THE JETS‘ (das Pseudonym benutzte er, da Platten der Mothers sonst im Radio kaum gespielt wurden) und ‚UNCLE MEAT‘, beide Meilen voneinander entfernt, trotzdem über mit gewissen Berührungspunkten. FZ lieferte mit ‚RUBEN‘ eine derartig gelungene Arbeit, was das Einfangen des 50er-Rock- und Doo-Wop-Stils betraf, dass man ernsthaft denken musste, ein 15 Jahre altes Album vor sich zu haben. ‚RUBEN‘ war das letzte, dass er für MGM aufnahm. Er und sein Bizarre-Label gingen zu Warner Brothers, und als erste Veröffentlichung erschien dort ‚UNCLE MEAT', nach Zappa größtenteils Musik für den Soundtrack eines gleichnamigen Mothers-Films, den sie aber aus Geldmangel nicht fertigstellen konnten und auch nie machten.

‚BURNT WEENY SANDWICH', aufgenommen 1969, war eine weitere Instrumentalplatte mit fast ausnahmslos live aufgenommenen Tracks. Zappa holte wie gewöhnlich das Beste aus seinen Musikern heraus, aber es war mittlerweile zu teuer für ihn geworden, Konzerte zu geben. (Man kennt Zappa auch heute noch als jemanden, der all sein Geld in Musikprojekte und Musiker steckt, und dabei oft ohne Lebensmittel zuhause sitzt). Auch wollte er nicht anfangen, kommerzielles Top 50 Material zu produzieren. Also löste er die Mothers auf, und Roy Estrada und Lowell George, der sehr oft mit den Mothers aufgetreten war, gründeten daraufhin Little Feat. Auch die anderen Mothers versuchten sich in anderen Bands. Zappa gab ein Statement heraus: „Die MOI, die ehrlose, rockende Teen-Combo, wird keine Konzerte mehr geben. Es ist möglich, dass – zu einem Späteren Zeitpunkt, wenn die Hörerschaft mit der musikalischen Arbeit der Gruppe angemessen umzugehen gelernt hat – es zu einer Reunion kommen kann“.

Zappa war desillusioniert, weil er sich vom Publikum missverstanden fühlte. Für Zappa waren die Mothers „eine ernsthafte Band, die erfolgreich am Erforschen neuer Methoden der Kommunikation durch Musik ist“.

Nach der Trennung begann er, eine Reihe Alben anderer Musiker für sein Bizarre/Straight Label zu produzieren.

Nach dieser Periode als Produzent begann Zappa an einem Solo-Album zu arbeiten, bei dem von den Mothers nur noch Ian Underwood mitmachte. Zu erwähnen wären auch noch Sugar Cane Harris, Shuggie Otis am Bass, Jean Luc Ponty, Geige, und Capt. Beefheart als Sänger. Das neue Solowerk, ‚HOT RATS' betitelt (Beefheart schwört noch immer, dass der Titel seine Idee gewesen wäre, die Zappa ihm nach jener Auseinandersetzung, die die beiden für Jahre trennen sollte, geklaut hätte), wurde sein ultimatives Werk zu der Zeit‚ und dies ist es wahrscheinlich heute noch, sowohl was seine atemberaubende Gitarrenarbeit als auch seine Fähigkeiten als Komponist betrifft.

Unter Musikern spricht man von „einem wirklichen Kunstwerk“. Die Überraschung an diesem Werk war, außer der kleinen Gruppe Musiker, der totale Verzicht auf die schon fast familiär gewordenen verrückten Sound-Effekte wie Händeklatschen, Oinks, Geräusche im Hintergrund und zufällige Perkussionseinlagen, die er auf seinen früheren Platten so oft eingesetzt hatte. Es war zur Hauptsache ein Jazz-Rock Album, auf dem Beefheart ein paar Verszeilen zu dem herausragenden ‚Willie the Pimp‘ beitrug. Wie auch immer, für einen Jazzer hält man Zappa jedenfalls auch heute noch nicht.

Im selben Jahr (1970) brachte er noch ‚WEASELS RlPPED MY FLESH‘ heraus.

Ebenfalls noch 1970 startete Zappa ein weiteres Projekt, nämlich eine Rockband zusammen mit einem kompletten Orchester live auftreten zu lassen.

Die war ‚200 MOTELS‘, eine Story über den Lebensstil als Rockmusiker. Fast die gesamte alte Mothers-Mannshaft fand sich zu diesem Projekt wieder zusammen, wohl hauptsächlich, um den Kartenverkauf zu sichern.

Später, im selben Jahr, kam dann noch ein weiteres Solo-Album Zappas, ‚CHUNGAS REVENGE‘, wo er ebenfalls von den Mothers No. 2 begleitet wurde, diesmal noch mit George Duke an den Keyboards. Er blieb auch für die nächsten fünf Jahre bei Zappa.

Eine sehr effektive Verarsche der Groupie-Szene war dabei der Song ‚Road Ladies‘, aber der war schon keine Parodie mehr. Er behandelte genau das, was Zappa selbst auf Tour erlebt hatte. So kommt in dem Song die Zeile ‚you‘ve got no one but promoters and groupies to love you' vor.

Kurze Zeit später besuchte die Band Europa, und nachdem die Anlage der Mothers in Montreaux ein Opfer der Flammen geworden war, ging Zappa nach London, um dort zusammen mit dem Royal Philharmonie ‚200 MOTELS‘ in der Albert Hall aufzuführen, und außerdem in den Shepperton Studios mit den Filmarbeiten zu beginnen.

Das Projekt Albert Mail konnte jedoch nie realisiert werden, da Zappa und die Mothers dort noch immer auf der schwarzen Liste standen, die dann von den dortigen Bossen sofort wieder hervorgeholt wurde. Die Filmarbeiten waren jedoch in drei Tagen fertig. Sowohl der Film als auch das Album erschienen 1971‚ und Zappa beschrieb beides als „ein surrealistisches Dokument über das Leben auf der Tour“. Rollen im Film spielten die Mothers, Ringo Starr als Zappas anderes Ich ‚Larry the Dwarf‘, das philharmonische Orchester und FZ selbst (meist jedoch nur hinter der Kamera).

Im selben Jahr trat Zappa als Überraschungsgast bei den Fillmore East Konzerten von John Lennon und Yoko Ono auf, das Resultat dieser Allianz erschien auf Lennon’s ‚SOME TIME IN NEW YORK CITY‘. Von den Mothers erschienen 1971 zwei weitere Live-Alben. ‚THE MOTHERS. FILLMORE EAST JUNE 1971‘ war ein hysterisch-witziges Album, auf dem Flo, Eddie und FZ sich über alle möglichen bekannten Rockgruppen und die dazugehörigen Groupies lustig machten.

Kurz vor der Veröffentlichung des ‚LA‘ Albums, einem weiteren Live-Album, trat Zappa in London auf und wurde dort, im Rainbow Theatre, von einem vor Eifersucht wahnsinnige Zuschauer von der meterhohen Bühne geworfen, und zwar deswegen, weil dessen Freundin ein gewisses ‚Verlangen‘ nach Zappa gespürt haben soll. . . . . . . . .

Dies bedeutete das Ende der Mothers No. 2. und Flo & Eddie starteten daraufhin eine Solokarriere, bei der sie von den meisten der Ex-Mothers unterstützt wurden. Zappa selbst musste ein ganzes Jahr im Rollstuhl verbringen, arbeitete jedoch auch weiterhin an verschiedenen Studioprojekten, und Gail war es, die ihn geduldig von Ort zu Ort shob.

‚WAKA/JAWAKA‘, untertitelt ‚Hot Rats no. 2‘, war die nächste Veröffentlichung Zappas, eine Jazz-Rock LP.

Vorbei nur diese Jazz-Rock Krankheit in dem Moment, als ‚OVERNITE SENSATION‘ erschien, 1973. Wieder mit einer kleinen, Rock‘n Roll-ähnlichen Band gelang es Zappa ein weiteres Mal, sein Genie unter Beweis zu stellen, indem er gerade durchgezogene, fast schon kommerzielle Rocknummern ideenreich präsentiert. Wieder einmal drehten sich fast alle Stücke um Sex. Auf ‚Camarillo Brillo‘, als  Parodie des männlichen Chauvinismus, und auf ‚Dinah-Moe Hum‘ geradeheraus pornographisch. Selbstverständlich wurde nie etwas davon im Radio gespielt.

Vor kurzem verteidigte sich Zappa gegen Anfeindungen, die ein ständiges Thema, die körperlichen Funktionen des Menschen, betreten. „Es ist zweierlei Maß, wenn bestimmte Gruppen jene  ‚magischen Worte‘ auf Platten gebrauchen dürfen, und sie dann zu Millionenhits werden, während, wenn ich jene Worte benutze, die Leute in die nächste Kirche rennen, beichten und sich mit heiligem Wasser am ganzen Körper waschen lassen, bloß weil sie in der Nähe waren, als ich ‚magische Worte‘ benutzte; wenn aber die Village People dies tun, dann finden sie‘s o.k.l“

Zappa weiter: „Warum haben die Leute soviel Angst vor solchen Worten, diesen sie nicht nur dem Amusement? Ich denke, es wäre schon an der Zeit der Zivilisation zu zeigen, dass sie ihren Namen zu recht trägt: sie sollte aufhören, sich den Kopf über alle möglichen anderen Instanzen zu zerbrechen, die sie in irgendwelche Zwiespälte führen“.

Mit ‘APOSTROPHY‘ hatte Zappa dann sein erstes Top 10 Hit-Album. Das überraschte ihn selber dermaßen, dass er bei der Gelegenheit eine Marchband mietete, und sie vor der Warner Brothers Zentrale in Burbank auf und ab paradieren ließ.

Nach jenem Zwischenfall im Rainbow hatte es keine feste Mothers-Band mehr gegeben, nur Zappa, der von verschiedenen Musikern, von denen einige eben ex-Mothers waren, begleitet wurde. So ist es auch heute noch.

Es entstanden: ‚ROXY & ELSEWHERR‘, ein im Studio überarbeitetes Album mit Live-Material und ‚ONE SIZE FITS ALL‘, ein weiteres brillantes Meisterwerk, auf dem einer seiner Lieblingsgitarristen Johnny Guitar Watson, die atonale Stimme sang. Das nächste Album, ‚BONGO FURY‘, war eine Art Reunion von Zappa und Beefheart.

Seine letzte ausgezeichnete Platte für Warner Bros. war ‚ZOOT ALLURES‘, auf dem man Zappa von Musikern sich begleiten sah, die ungefähr halb so alt waren wie er. Es gab zu der Zeit viele Probleme zwischen Zappa und Warners, Zappa und Herb Cohen, Zappa/Cohen und Warners und so weiter. Und der Streit mit Warners wird in kurzer Zeit erst richtig losgehen, zumal Warners auch noch vier Alben, ‚ZAPPA IN NEW YORK‘, ‚STUDIO TAN', ‚SLEEP DIRT‘ und ‚ORCHESTRAL FAVORITES‘ mit bisher unveröffentlichten Material ohne seine Erlaubnis auf den Markt gebracht hatte.

Zappa formte dann jedenfalls sein eigenes ‚Zappa'-Label, und gab den Vertrieb an Phonogram (US & Kanada) und CBS (außerhalb Nordamerikas). Seine erste Veröffentlichung war ‚SHEIK YERBOUTI‘, ein mit haufenweise Overdubs versehenes live-Album, auf dem Zappa Kollegen wie Dylan, Peter Frampton und Chic parodiert. Als zeitgenössischer Musiker blieb er natürlich auch mit seinen Parodien und seinem Sarkasmus auf der Höhe der Zeit. Zum Disco-Boom nahm er ‚Dancin‘ Fool' als angemessene Verarsche des Top 10 Sounds auf. Als der Punk langsam hochkam, lieferte er mit ‚I'm so cute‘ eine Punk-Parodie.

Zappas neueste: Veröffentlichung war dann eine weitere Rock-Oper, ‚JOE‘S GARAGE‘ (parts eine Geschichte eines jungen Musikers, der schnell mit dem Gesetz in Konflikt gerät, weil er zu laut und zu fürchterlich spielt, dann mit gewissen Frauen in Konflikt gerät, die man besser als ‚Catholic Girls‘ kennt, und sich dann im Gefängnis wiederfindet, wo ihn die Intrigen der Musikindustrie hinbrachten. Obwohl Zappa sagt, dass er nicht Joe wäre, könnte doch fast der gesamte textliche Inhalt Zappa zugeordnet werden und niemand würde einen Unterschied merken.

Die Zukunftsprojekte Zappas, der jetzt jedoch erst einmal einen neuen Drummer für seine Band finden muss, sind weitgefächert. Angekündigt sind ein Triple-Live-Album, ein Album nur mit Gitarrensoli, welches nur über seinen direkten Postversand erhältlich und ‚SHUT UP AND PLAY YOUR GUITAR‘ betitelt sein soll, die Single ‚I don't want to be drafted‘, und ein Film mit dem Titel ‚BABY SNAKES‘, der Zappa wohl eine lockere Million Mark gekostet hat. Außerdem ist ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern in Planung, und eventuell soll noch ein weiteres Orchesterwerk in Wien aufgeführt werden mit Titeln wie ‚Pedro's Dowry‘, ‚Mo‘s Vacation‘, ‚Herb‘s Vacation‘ und ‚Mo‘s & Herb’s Vacation‘. Mo ist der Präsident von Warner Brothers und Herb ist sein Ex-Manager. Und im Juni wird FZ wieder einmal auf Deutschland-Tournee kommen.

Frank ist niemand, der Zeit vergeudet; er ist immer in Bewegung, seid also nicht überrascht, wenn er die versprochene 10-LP-Kassette doch noch rausbringt. Es ist schier unglaublich, wie dieser Mann die Zeit findet, an so vielen Projekten zu arbeiten, aber auf der anderen Seite ist eben nicht jeder ein Genie! Wie aber gelingt es ihm, bei all diesen Projekten und Rechtsstreitereien seinen Humor zu behalten und ihn auch so überzeugend auszudrücken? „Ich werde immer alle Dinge, die ich selbst tue, verscheißern, und alle Dinge, die du tust, verscheißern. Manche Leute meinen schon seit langer Zeit, dass die Welt ein großer Scheißhaufen ist, und wenn man dem zustimmt, dann kann man auch alles verscheißern, denn kaum einer wird merken, wenn du ein Stückchen Scheiße noch besonders verscheißerst“.

Zappa im ‚Guitar Magazine‘, l979.

Ray Bonici

Read by OCR software. If you spot errors, let me know afka (at) afka.net